Soziale Hilfe

Suchtambulanz

Hände umgreifen Glas mit AlkoholWenn Sie das Gefühl haben, Alkohol trinken zu müssen, sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen.Foto: © panthermedia.net/Frankonia

Wir beraten Menschen bei Problemen mit

  • Alkohol,
  • illegalen Drogen,
  • Medikamenten, 
  • Essstörungen, 
  • Glücksspiel, 
  • Medien- und Computerspielsucht,
  • anderen Suchtgefährdungen und Abhängigkeiten.

Wenn Sie eine der folgenden Fragen mit JA beantworten, sind Sie bei uns richtig:

  • Trinken Sie regelmäßig mehr Alkohol, als sie möchten?
  • Ist es schwierig für Sie, weniger oder keinen Alkohol zu trinken?
  • Haben Sie Freunde, Kollegen oder Angehörige, um die Sie sich Sorgen machen, weil sie zu viel trinken?
  • Nehmen Sie Drogen, obwohl Sie aufhören wollen?
  • Verlieren Sie regelmäßig mehr Geld an Spielautomaten und in Spielhallen, als Sie möchten?
  • Wollen Sie sich über Sucht informieren?

Welche Hilfen bieten wir an?

Beratung

Plakat Auswege

Wir helfen Betroffenen und deren Angehörigen sowie nahestehenden Menschen. Sie können in die Beratung kommen, wann immer Sie das Bedürfnis haben. Einen Termin für ein Gespräch vereinbaren Sie am besten telefonisch oder per Mail über das Sekretariat. Die Beratung ist für Sie kostenfrei und auf Wunsch anonym. In den vertraulichen Beratungsgesprächen können Sie ausführlich über Ihre Probleme, Wünsche und Ziele sprechen und fachkundige Hilfe und Unterstützung erhalten.

Gruppenangebote


Motivations- und Informationsgruppe 

  • Möchten Sie sich mit Ihrem Alkohol- und/oder Medikamentenkonsum auseinandersetzen?
  • Beabsichtigen Sie, sich in eine ambulante oder stationäre Therapie zu begeben?
  • Benötigen Sie noch Informationen, um sich für eine Behandlung entscheiden zu können?

Auf dem Weg der Veränderung kann es hilfreich sein, sich unserer Informations- und Motivationsgruppe anzuschließen. Bei den fachlich angeleiteten Treffen geht es um Information, Austausch, Motivation und Möglichkeiten der Behandlung und Hilfe. Hier erfahren Sie, dass Sie mit Ihren Problemen nicht alleine sind.

Die Gruppe findet wöchentlich dienstags von 17.00 bis 18.00 Uhr statt. Sie können nach einem Vorgespräch bei Ihrem Berater an jedem ersten und dritten Dienstag des Monats einsteigen.
 

Elternkreis Ess-Störungen

  • Wir sind eine Gruppe von Eltern, deren „Kinder“ an einer Ess-Störung erkrankt sind.
  • Wir wollen uns aktiv mit der Erkrankung unserer Töchter und Söhne auseinandersetzen. Wir haben erkannt, dass
  1. der Umgang mit einem essgestörten Angehörigen belastend ist,
  2. Informationen über die Erkrankung wichtig sind und
  3. es Grenzen für unser Handeln gibt.
  • Wir versuchen trotz der vielen Herausforderungen, die diese Erkrankung mit sich bringt, nicht zu verzagen. Denn das wäre erst recht schädlich für unsere Gesundheit. 
  • Wir treffen uns einmal im Monat dienstags um 17.00 Uhr in der Suchtambulanz der Caritas-Kreisstelle Ingolstadt. Dort tauschen wir uns in Anwesenheit einer Sozialpädagogin aus und stützen uns gegenseitig. Die genauen Termine unserer Treffen erfahren Sie telefonisch unter 0841 309-300.

Therapievermittlung

Vielleicht entscheiden Sie sich während des Beratungsprozesses für eine Entwöhnungsbehandlung (Rehabilitation). Dann helfen wir Ihnen bei der Vorbereitung und der Antragstellung für eine ambulante oder stationäre Maßnahme. Wir klären auch die finanziellen Aspekte bei den entsprechenden Kostenträgern wie Rentenversicherung, Krankenkassen oder für die Sozialhilfe. 

Ambulante Rehabilitation Sucht (Alkohol)

Die Ambulante Rehabilitation Sucht ist eine ambulante Entwöhnungsbehandlung, die Sie in unserer Suchtambulanz wahrnehmen können. Diese Form der Therapie ermöglicht es Ihnen, weiterhin in Ihrem sozialen Umfeld zu leben, daheim zu wohnen und Ihrem Beruf nachzugehen.
Ziel der Therapie ist es, bei bestehender Abhängigkeit,

  • Suchtmittelabstinenz zu erreichen sowie zu erhalten und
  • Betroffene dauerhaft wieder in Arbeit, Familie und Gesellschaft einzugliedern.

Die ambulante Rehabilitation dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate. Der Therapieplan besteht aus wöchentlich stattfindender Gruppentherapie und regelmäßigen Einzelgesprächen bei einem suchtspezifisch ausgebildeten Therapeuten oder einer entsprechenden Therapeutin. Bei Bedarf finden auch therapeutische Gespräche mit Angehörigen statt.

Die Zugangsvoraussetzungen für die ambulante Rehabilitation Sucht finden Sie im Flyer über Ambulante Entwöhnung in der rechten Spalte dieser Seite.

Ambulante Nachsorge (Alkohol)

Nach einer stationären Entwöhnungsbehandlung ist es oft schwer, wieder in den Alltag zurückzufinden. Die ambulante Nachsorge ist ein Therapieangebot in unserer Suchtambulanz, das Sie dabei unterstützt, nach dem stationären Aufenthalt Ihre Abstinenz dauerhaft zu erhalten. Es soll Sie zudem in die Lage versetzen, die in der Rehaklinik erlernten Strategien im Alltag gut umzusetzen. Es geht darum, Abstinenz und Behandlungserfolg zu stabilisieren sowie einem Rückfall vorzubeugen.

Die ambulante Nachsorge dauert in der Regel vier bis sechs Monate. Sie nehmen an wöchentlichen Gruppensitzungen teil und können nach Absprache auch Einzelgespräche in Anspruch nehmen.   

Psychosoziale Betreuung Substituierter

Menschen, die von Opiaten abhängig sind, werden von Ärzten mit Ersatzmedikamenten behandelt - was im Fachjargon als "Substitution" bezeichnet wird. Sozialpädagogische Fachkräfte unserer Caritas-Suchtambulanz unterstützen diese Behandlung, indem sie die Betroffenen psychosozial betreuen und begleiten.

Durch die regelmäßige Vergabe des entsprechenden Medikaments sind Opiatabhängige nicht weiter auf die ständige Beschaffung von Heroin angewiesen. Dadurch wird auch eine Beschaffungskriminalität vermieden. Als Betroffener haben Sie so eine Chance, aus der bisherigen Illegalität herauszufinden.

Im Rahmen eines persönlichen Beratungskonzeptes werden Selbstmanagementfähigkeiten gefördert. Dadurch sollen eigenverantwortliche Alltags- und Lebensbewältigungsstrategien ermöglicht werden. Langfristiges Ziel dieser ganzheitlichen Behandlung und Begleitung ist, Sie zu einem Leben ohne Drogen zu befähigen. Die Betreuung findet überwiegend in Form von Einzelgesprächen statt.  

Hilfe bei Glückspielsucht

Abbildung Dein Weg aus der Glückspielsucht

Wenn Sie glücksspielsüchtig sind oder Angehöriger eines Betroffenen, sind wir für Sie ein Anlaufpunkt. Unsere Fachstelle Glücksspielsucht bietet Ihnen

  • individuelle Beratungsgespräche und ambulante Begleitung,
  • einen offenen Gesprächskreis für Glücksspielsüchtige und Problemspieler,
  • die Vermittlung in stationäre Behandlung,
  • die Nachsorge im Anschluss an die stationäre Behandlung,
  • eine fachlich angeleitete Gruppe für Angehörige von Spielern und
  • Informationsveranstaltungen für Behörden, soziale Institutionen und Multiplikatoren.

Unsere Stelle bietet Ihnen diese Hilfen im Rahmen der Versorgung von Glücksspielsüchtigen durch die Landesstelle Glücksspielsucht an.

Nähere Informationen über Glücksspielsucht und zu Beratungs- und Behandlungsangeboten erhalten Sie auch auf den Seiten www.lsgbayern.de und www.verspiel-nicht-dein-leben.de .

Kontakt- und Begegnungsstätte Villa Johannes

Logo Villa Johannes

Die Villa Johannes ist ein niedrigschwelliges Angebot für suchtgefährdete und -abhängige Menschen in Ingolstadt. Hier können Sie einfach vorbeischauen und in einer freundlichen Atmosphäre ganz gemütlich bei einem Kaffee oder Tee mit anderen Besuchern sowie Beraterinnen und Beratern ins Gespräch kommen. Mehr Informationen über diese Einrichtung ... 

Selbsthilfegruppen Kreuzbund

Logo Kreuzbund

Der Kreuzbund bietet Suchtkranken und Angehörigen Hilfe. Jeder Mensch, der suchtgefährdet oder abhängig ist oder den die Sucht seines Partners oder eines Familienmitglieds belastet, ist beim Kreuzbund herzlich willkommen. Unsere Gruppenarbeit ermöglicht es Ihnen als Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

  • Ihre Probleme zu lösen,
  • sich im Alltag zurechtzufinden und
  • eine positive Lebenseinstellung zu gewinnen.

Der Kreuzbund fördert und praktiziert eine sinnvolle alkoholfreie Freizeitgestaltung.

Für junge Suchtkranke

Der Kreuzbund bietet in Kooperation mit der Caritas-Suchtambulanz seit Juni 2013 eine Selbsthilfegruppe für junge Suchtkranke an. Unter „jungen Suchtkranken“ verstehen wir Personen zwischen 20 und etwa 35 Jahren, die ein Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenproblem haben. Die Treffen finden grundsätzlich freitags um 18:30 Uhr in der Caritas-Kreisstelle im Raum 105 (1. Stock) in Form von offenen Gesprächsrunden statt. Ziel der Treffen ist die gegenseitige Unterstützung in den individuellen Lebenssituationen.

Logo Junger Kreuzbund

Zusätzlich zu den regelmäßigen Treffen werden erlebnis- und freizeitorientierte Aktivitäten durchgeführt: zum Beispiel im Hochseilgarten, durch Museumsbesuche, Ausflüge oder Wanderungen. Das Gruppenangebot soll jedem Einzelnen die Möglichkeit geben, sich mit seiner momentanen Lebenssituation, seinen Ängsten und Sorgen, aber auch mit seinen Wünschen und Hoffnungen vertrauensvoll einzubringen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verpflichten sich zu einer aufrichtigen und ebenso verschwiegenen Zusammenarbeit. Der Besuch der Selbsthilfegruppe kann keine eventuell notwendige Suchtberatung oder Entwöhnungsbehandlung (Sucht-Reha) ersetzen!  Weitere Informationen finden Sie unter www.junger-kreuzbund.de

Online-Beratung

Zur Online-Beratung

Onlineberatung

Wir bieten eine kostenlose, anonyme und (über eine SSL-Verschlüsselung) datengeschützte Onlineberatung über das Portal des Deutschen Caritasverbandes an. Hier bekommen Sie innerhalb von zwei Tagen zwischen Montag und Freitag Antworten auf Ihre Fragen. Die Beraterinnen und Berater, die Ihre Fragen beantworten, unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht und den entsprechenden Datenschutzbestimmungen.

Bei akuten Krisen oder Notfällen ist Onlineberatung nicht geeignet!  Über Hilfe in der Krise und in Notfällen informieren wir Sie im nachfolgenden Punkt.

Hilfe in der Krise

Unsere Öffnungszeiten finden Sie rechts unter Kontakt.  Außerhalb dieser Zeiten können Sie sich in Krisensituationen an folgende Einrichtungen wenden: 

  • Krisentelefon Klinikum Ingolstadt
    Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr: 0800 8418418 (gebührenfrei)
    Samstag, Sonntag und Feiertage: 0841 8800 (diensthabender Arzt)
  • Katholische Telefonseelsorge: 0800 1110222 (gebührenfrei)
  • Evangelische Telefonseelsorge: 0800 1110111 (gebührenfrei)
  • Sucht-Hotline München: 089 282822
  • Bundesweite Sucht- und Drogenhotline: 01805 313031 (0,12 Euro pro Minute) 
  • Notfalltelefon Suizid: 030 8730111

Vorgehen im Notfall

Im Notfall - Hinweise der Herausgeber: Arbeitskreis Sucht der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Ingolstadt (PSAG)

Für Kollegen, Fachkräfte und Interessierte

Unser aktueller Jahresbericht

 

Unsere Vernetzungs- und Gremienarbeit

 

  • Zusammenarbeit mit dem Zentrum für psychische Gesundheit des Klinikums Ingolstadt sowie der Danuvius-Klinik Ingolstadt (Psychische Institutsambulanz und Tagklinik)
  • Teilnahme an den Sitzungen des Steuerungsverbundes für Psychische Gesundheit Ingolstadt (SPGI) und Mitarbeit in den entsprechenden Arbeitskreisen, zum Beispiel im Arbeitskreis Sucht
  • Kooperationstreffen zum Thema „Suchtprävention für junge Menschen in Ingolstadt“ mit dem Gesundheitsamt, dem Jugendamt, der Condrobs-Beratungsstelle EasyContact und dem Stadtjugendring
  • regelmäßiger Austausch mit den Suchtberatungsstellen in der Region 10 (Ingolstadt, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen) zusammen mit der Psychiatrischen Institutsambulanz des Klinikums Ingolstadt und Condrobs e.V. Ingolstadt
  • Teilnahme an weiteren verbandsinternen und -externen Arbeitskreistreffen zu Themen wie Substitution, Ambulante Rehabilitation, Glücksspielsucht, Migration und Armut

 

Unsere Präventionsveranstaltungen

 

Unsere Mitarbeitenden der Suchtambulanz bieten auf Anfrage Veranstaltungen an, um Suchtmittelkonsum bei Betroffenen vorzubeugen (Sekundärprävention):

1. Interessierte lernen, wie sie mit ansprechend gestalteten Aktionen und Aufklärungsangeboten abhängige Menschen aufklären und anregen können, sich kritisch mit ihrem eigenen Konsumverhalten auseinanderzusetzen. Hierbei stehen insbesondere Jugendliche, die Suchtmittel missbrauchen, im Blickpunkt.

2. Für Fachkräfte, die in ihrem Beruf mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten, organisieren wir Fortbildungen und Schulungen zum Umgang mit Suchtmittel konsumierenden Menschen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Suchtambulanz.

Finden Sie Ihren Weg!

Weg in Landschaft, auf dem drei Personen gehenWir wollen Ihnen helfen, Ihren weiteren Weg zu gestalten.Foto: Dr. Anne Häberle

In unserer Suchtambulanz finden Sie schnelle, kompetente und kostenlose Hilfe: In persönlichen Beratungsgesprächen entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater,

  • welche Hilfe Sie brauchen und
  • wie Sie Ihren weiteren Weg gestalten wollen.

Wer berät Sie?

Unser Team der Suchtfachambulanz besteht aus

  • sieben sozialpädagogischen Fachkräften (Dipl.-FHB.A., M.A.)
  • zwei Diplom-Psychologen/Psychologinnen (Univ.),
  • einer Verwaltungsfachkraft und
  • einer Fachärztin mit suchtmedizinischer Zusatzqualifikation.

Beratungsgrundsätze

Unsere Beratung ist vertraulich, kostenfrei, freiwillig und unabhängig. Mehr zu den Beratungsgrundsätzen

Aufklärungskampagne

"Alkohol? Weniger ist besser!"

Zwei Frauen vor Stellwand mit Tafeln über Mythen und Fakten zu Alkoholkonsum

Wer mit Alkohol im Blut unterwegs ist, kann sich selbst schaden und gefährdet andere. Darauf hat die Caritas-Suchtambulanz Ingolstadt heute (16. Mai) im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!" an einem Stand im Ingolstädter Einkaufszentrum Westpark aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Kein Alkohol unterwegs!" erhielten Passanten Eindrücke in Gespräch, Schrift und Bild sowie durch Rauschbrillen. Mythen und Fakten zur Problematik wurden an Tafeln einer Stellwand vermittelt (Foto).

Zur vollständigen Pressemitteilung ...

Zum Hörfunkbeitrag von Radio K1 ...

Für Experten

Qualitätsmanagement

Das Handbuch gemäß DIN EN ISO 9001:2008 beschreibt sowohl die Führungsprozesse - inklusive des Leitbilds, der Grund- und Leitsätze der Qualität und der Personalentwicklung - als auch alle Kernprozesse und Dienstleistungsstandards. Das Hauptziel des Qualitätsmangements ist die Transparenz des Dienstleistungsspektrums und die kontinuierliche Verbesserung der Beratungs- und Behandlungsangebote sowie der Arbeitsprozesse. Für die Sicherstellung der Einführung, Verwirklichung und Aufrechterhaltung des Qualitätsmanagementsystems ist der interne Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) zuständig.